Veröffentlicht in Kambodscha

Faszinierendes Angkor

Angkor Wat
Angkor Wat, vom Westgate aus gesehen

Alte Steine können faszinieren, besonders wenn sie zu Zeiten bearbeitet und aufgeschichtet wurden, die uns fremd und von heute weit entfernt sind. Wenn dann noch eine leicht mystische Umgebung dazu kommt, dann wirken die hier bei Siem Reap in großer Zahl vorhandenen und in einem sehr weiten Areal verteilten Tempelanlagen gleich doppelt.
Es ist schon ein Unterschied, ob ich die imposante Anlage von Angkor Wat, umgeben von einer quadratisch wie der Tempel selbst angelegten Wasserfläche und eingebettet in einen subtropischen Urwald besichtige, durch eines der Eingangstore der ehemaligen Hauptstadt des Khmer-Reiches spaziere, oder ob ich mir den Kölner Dom inmitten von Köln anschaue. Obwohl der älter und natürlich auch imposant ist.

Bayon
Bayon, Tempel von Angkor Thom

Im Archäologische Park Angkor sind es eine ganze Reihe von im Mittelalter errichteten Tempeln und die sie umgebenden Anlagen, einige auch älter als der bedeutendste Tempel Angkor Wat, sowie Teile des ehemaligen Königspalastes und der Hauptstadt des Khmer-Reiches. Aber dieser Park fasziniert allein schon aufgrund seiner Dimension. Die gewaltige Fläche, die heute teilweise noch von Dschungel durchwachsen ist, lässt einen dann auch schnell das Hier-und-jetzt vergessen, vor allem bei den abgelegeneren Tempeln wie z.B. dem Ta Nei- oder dem Preah Khan-Tempel, die allerdings auch in höherem Grad verfallen sind. Besonders am Ta Nei-Tempel ist man fast allein mit einem der Parkwächter, während sich am Angkor Wat oder auch am Ta Phrom-Tempel die Besucher gegenseitig auf die Füße treten.

Südlicher Zugang nach Angkor Thom
Südzugang nach Angkor Thom, der alten Hauptstadt des Khmer-Reichs

Das übliche Transportmittel im Park ist das Tuk Tuk bzw. Motorrad mit Kutschanhänger, daneben viele Kleinbusse, denn große Reisebusse können aufgrund der teils schmalen Straßen nicht in alle Ecken vordringen. Ideal ist aber eigentlich auch ein Fahrrad und in Siem Reap gibt es viele Tour-Organisatoren, die auch Fahrräder verleihen. Einfache Räder, die Hollandrädern nachempfunden sind, bis hin zu Mountainbikes von recht guter Qualität, aber sie werden von nur einem Bruchteil der Besucher genutzt. Von Siem Reaps Zentrum aus sind es zwar nur etwa 7 km bis zum Park, etwa 8,5 km bis zum Hauptzugang des Angkor Wat, aber wenn man weitere Tempel erkunden will, dann kommen auch bei einer kleinen Runde schnell 25 – 30 km zusammen und man hat dann noch längst nicht viel gesehen.
Wenn man erst noch ein Ticket kaufen muss (was der Regelfall ist), dann kommen noch etwa 5 Kilometer dazu, denn der Ticketverkauf findet an einem recht neuen Besucherzentrum statt, das allerdings unverschämt weit abseits der Zufahrtstraße liegt. An den Parkgrenzen selbst gibt es allerdings kaum einen Ort, der den aktuellen Besucherstrom bewältigen könnte – Tendenz steigend.

Wie am Anfang gesagt: die Steine faszinieren. Ich selbst bin für sowas ja auch immer zu haben und habe bei meinen nun vier Besuchen im Angkor Park jeweils etwa 32 – 38 Kilometer zurückgelegt.

Hier nur einige weitere Eindrücke davon…

 

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