Veröffentlicht in Malaysia

In der Gegend von Taiping

 

Waren es gestern zwei Gruppen Radfahrer, die ich unterwegs auf meiner Strecke getroffen habe, so sind es heute junge Leute mit offensichtlich frisierten Mopeds, Motorrollern oder Scootern, die in Gruppen ihren Sonntagsausflug machen. Eine Gruppe von ca. 18 – 20 Jugendlichen, teilweise zu zweit auf ihren kleinen Maschinen, knattert sogar zweimal hupend und grüßend an mir vorbei.
Später, etwas außerhalb von Taiping kommen mir eine ganze Reihe Harley-Davidson Motorräder entgegen. ‚Flaniert‘ wird am Wochenende eben auf die verschiedenste Weise.

Andere Leute arbeiten hingegen auch am Wochenende. Wie sie es vermutlich an jedem Tag tun, z.B. die dick vermummten ‚Rasenmäher‘, die mit Motorsensen dafür sorgen, dass am Straßenrand das Gras kurz bleibt. Diese Mäharbeiten habe ich bisher noch an jeder Straße immer wieder gesehen. Zu zweit oder zu dritt gehen diese Leute einen Straßenabschnitt von einigen hundert Metern Länge zu Fuß ab, mit Gummistiefeln, langen Hosen, langen Jacken, Sonnenschutz rund ums Gesicht und breitkrempigem Hut auf dem Kopf und schwingen eine Motorsense vor sich her, Motor auf dem Rücken, ähnlich wie bei motorisierten Laubgebläsen, und schneiden so das Gras kurz, auf vielleicht noch 10 cm Länge. Dabei schleudern sie mit den ziemlich langen Nylonfäden alles mögliche aus dem ansonsten hoch gewachsenen Gras und Kleinbuschwerk auf und natürlich auch auf die Straße. Wenn ich beim Vorbeirollen nicht aufpasse, bekomme ich dann trockene Abschnitte, Steinchen oder sonstwas zwischen die Beine, denn auf Zweiräder wird da kaum geachtet.
Das Surren der Motoren höre ich häufig schon von Weitem. Das scheint eine recht wichtige Arbeit zu sein, die Straßenränder würden sonst wohl ziemlich schnell zuwachsen, eine Sichtbehinderung darstellen und auch allem möglichen Kleingetier einen Lebensraum bieten.

 

Die Stadt Taiping konnte ich mehr oder weniger gut umfahren, u.a. wegen einer nur für Motorräder gedachten, schmalen Brücke über den Sungai Limau, die mir auch einige Kilometer an Umweg eingespart hat. Außerdem konnte ich noch einige Kilometer mehr abseits der Hauptstraße radeln, was immer sehr angenehm ist.

 

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Am Abend finde ich ein etwas herunter gekommenes, aber sehr gemütliches Resort am Ufer eines Flusses, etwa zwei Kilometer vom Meer entfernt. Dort übernachte ich in einem Chalet, das auf Stelzen in den Uferbereich hinein gebaut wurde; eines von etwa 20 solcher kleinen Gebäude. Die Einrichtung ist rustikal, Dielenfußboden, großzügiges Zimmer mit Mini-Veranda für den Ausblick aufs schmutzige Wasser und die vorbei knatternden kleinen Fischerboote.

 

In der Nacht schlafe ich unruhig, weil eine Ratte offenbar zuerst unterhalb des Fußbodens, später im Zwischendach und wahrscheinlich auch im Zimmer hin und her wuselt. Am Morgen ist jedenfalls eine meiner Bananen angerissen.
Hier ist auch Frühstück im Übernachtungspreis enthalten und es wird kein Buffet angeboten, wie ich es in Lumut hatte, sondern frisch aus dem Wok bekomme ich eine Portion Nudeln mit Seafood gereicht und dazu ein Glas gesüßten Schwarztee mit etwas Zitrone. Da kann der sonnige Tag doch kommen.

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